Coaching

Coaching

Dieser Bereich bietet Material, mit dem Golfer ihre Fähigkeiten beim Ausführen eines Putts verbessern.

Die CORE-Putt-Übung

Drei aufeinanderfolgende Putts auf ebener Fläche mit derselben Bewegung, Geschwindigkeit und demselben Rhythmus nennt man „Core-Putt-Übung". Ziel ist ein gleichmäßiger, wiederholbarer Puttschlag, sodass alle drei Bälle gleich weit rollen.

Dazu legt man drei Golfbälle in einer Reihe auf das Puttinggrün, ohne Ziel. Dann spielt man jeden Putt in Ruhe mit demselben Schlag und achtet auf gleiche Geschwindigkeit, gleichen Rhythmus und gleiche Bewegung. Den Kopf erst drehen, wenn der dritte Putt gespielt ist.

Gelingen alle drei Putts mit demselben Schlag, ist der Puttschlag gleichmäßig und wiederholbar. Die Übung entwickelt ein gutes Tempo und ein sicheres Gefühl für die Längenkontrolle. Sie hilft auch, Fehler im Puttschlag zu erkennen und zu korrigieren, die zu verschobenen Putts führen.

Empfohlen wird, die Core-Putt-Übung mindestens vier bis sechs Minuten vor dem Training oder der Runde zu machen. So bekommen Sie ein gutes Gefühl für die Grüngeschwindigkeit und können Ihre Technik anpassen. Wer Körper und Gehirn mit der Core-Putt-Übung kalibriert, puttet während der Runde genauer und gleichmäßiger.

Falllinie und Neigung finden

Die Falllinie ist die Linie, die an einer geneigten Fläche (oder einem Hang) am direktesten bergab führt – also der Weg, den ein Ball nehmen würde, wenn er sich nur durch die Schwerkraft frei bewegen könnte. In einem gewissen Abstand zum Loch lässt sich die Falllinie auf einer ebenen, gekippten Fläche gut als gerade Linie zum Loch annähern. Die Neigung der Falllinie (in %) wird anschließend geschätzt. Falllinie und Neigung zu kennen ist die Voraussetzung, um Aim Point und Distance Point zu bestimmen.

Es gibt mehrere Methoden, um die Falllinie zu bestimmen.

1. Übung

Eine Methode aus Bewegung, Beobachtung und schrittweiser Verfeinerung: Gehen Sie um das Grün, schätzen Sie die Falllinie und schärfen Sie Ihr Verständnis durch eine Reihe gezielter Putts.

2. Übung

Gehen Sie im Abstand von etwa 3 bis 4 Schritten um das Loch. So spüren Sie die feinen Konturen des Grüns und finden die Falllinie durch eine intuitive Verbindung von Bewegung und Beobachtung.

3. Übung

Stellen Sie sich unterhalb des Lochs auf und beobachten Sie genau die Form des Lochs. So erkennen Sie die feinen Neigungen des Grüns, die Richtung und Geschwindigkeit des Putts stark beeinflussen.

4. Übung

Stellen Sie sich vor, Wasser fließt aus dem Loch: Das Loch ist eine Quelle, das Wasser läuft über den Rand und folgt dem Weg des geringsten Widerstands.

5. Übung

Oft übersehen wird die Ausrichtung des Körpers zur Falllinie, besonders rund um das Loch. Eine ungewöhnliche, aber wirksame Methode: Liegestütze ins Training einbauen. An der Stelle rund um das Loch, an der Liegestütze am leichtesten fallen, liegt Ihre Wirbelsäule parallel zur Falllinie.

Eine Kombination der Methoden erhöht die Genauigkeit. Jede Methode hat Grenzen; mit mehreren Methoden können Sie die Falllinie gegenprüfen und bestätigen. Die Falllinie kann sich je nach Lage und Zustand des Grüns ändern – prüfen Sie sie deshalb vor jedem Putt neu.

Die Neigung in Prozent bestimmen

Um die Neigung in Prozent (%) für einen Putt zu bestimmen, ermitteln Sie den senkrechten Höhenunterschied, gemessen von einem Bezugspunkt in einer festgelegten Bezugslänge vom Loch (in Zentimetern oder Zoll). Teilen Sie diesen Wert durch die Bezugslänge und multiplizieren Sie ihn mit 100. Das ergibt die Neigung in Prozent.

Beispiel in Zoll

Bezugslänge 100 Zoll (8,33 Fuß = 100 Zoll), Höhenunterschied 3 Zoll. Die Neigung ist dann: (3/100) × 100 = 3 %

Beispiel in Zentimetern

Bezugslänge 300 Zentimeter (3 Meter = 300 cm), Höhenunterschied 3 Zentimeter. Die Neigung ist dann: (3/300) × 100 = 3 %

Wichtig: Üben Sie dieses Vorgehen, damit Sie die nötigen Daten und Messwerte für die Berechnung haben. So erhalten Sie genaue Ergebnisse. Achten Sie außerdem darauf, das Vorgehen korrekt auszuführen.